Ein fast perfektes Verbrechen:
“Nur die Sonne war Zeuge” wurde 1960 von dem französischen Regisseur René Clément verfilmt.
Das Wichtigste im Überblick:
- Deutscher Titel: Nur die Sonne war Zeuge
- Originaltitel: Plein soleil
- Produktionsland: Frankreich/Italien
- Originalsprache: Französisch
- Erscheinungsjahr: 1960
- Länge: 112 Minuten
- Altersfreigabe: FSK 16
- Regie: René Clément
Besetzung:
- Alain Delon: Tom Ripley/Philippe Greenleaf
- Maurice Ronet: Philippe Greenleaf
- Marie Laforêt: Marge Duval
- Erno Crisa: Riccordi
- Frank Latimore: O’Brien
- Billy Kearns: Freddy Miles
- Romy Schneider: Freddies Begleiterin (nicht namentlich erwähnt)
Der Zweck heiligt die Mittel:
Bei der Vorlage für den Krimi „Nur die Sonne war Zeuge“ interessieren vor allem die psychologischen und menschlichen Abgründe der handelnden Personen. Im Vordergrund stehen die Umstände, die Durchschnittsmenschen zu Mördern werden lassen.
Der Held der Geschichte handelt nach der Maxime „Der Zweck heiligt die Mittel“.
„Nur die Sonne war Zeuge“ basiert auf dem 1955 erschienenen Kriminalroman „(The Talented Mr. Ripley“) von Patricia Highsmith.
Eine Inspiration für die Figur des Tom Ripley fand Patricia Highsmith auf ihrer ersten Europareise 1951, wo sie in Italien, einen jungen Amerikaner beobachtete.
Die literarische Vorlage für „Nur die Sonne war Zeuge“ wurde 1957 mit dem französischen „Grand prix de littérature policière“ ausgezeichnet.
Das leichte Leben unter der Sonne des Südens:
„Nur die Sonne war Zeuge“ zeigt, wie die Tage in Müßiggang und Nichtstun vergehen. Philippe Greenleaf (Alain Delon) verbringt sein Leben zusammen mit seiner Freundin Marge (Marie Laforêt) in Italien.
Seinem Vater ist diese Lebensführung schon lange ein Dorn im Auge und er beauftragt den mittellosen Tom Ripley (Alain Delon), einen Bekannten aus der Jugendzeit, Philippe nach San Francisco zurückzuholen. Sein Honorar dafür sind 5.000 Dollar.
Tom Ripley gewöhnt sich in „Nur die Sonne war Zeuge“ schnell an die Annehmlichkeiten des leichten Lebens in der Nähe seines Bekannten Philippe.
Anpassung aus Kalkül:
Er ist schon lange neidisch auf ihn: Auf sein Geld und seine Freundin. Um gesellschaftlich aufzusteigen, imitiert er ihn in Kleidung, in Habitus und Sprache.
Bei einem Segeltörn nutzt Tom einen Streit zwischen Philippe und Marge geschickt aus, was zur Folge hat, dass Marge an Land geht und die zwei Männer alleine weiter segeln.
Ein Mord – von langer Hand geplant:
Tom hat genau dies beabsichtigt, ermordet Philippe – nur die Sonne war Zeuge – und wirft ihn über Bord. Er stiehlt seine Kreditbriefe und nimmt dessen fremde Identität an. Marge kündigt er im Namen Philippes die Beziehung und taucht unter.
Als Philippes Bekannter Freddy Miles (Billy Kearns) ihm auf die Schliche kommt, bringt er auch diesen um. Die Polizei sucht Philippe – in die Irre geleitet von Toms kriminellen Machenschaften – als vermeintlichen Mörder Freddy Miles‘.
So beschließt Tom Ripley in „Nur die Sonne war Zeuge“, ein weiteres Mal seine Identität zu wechseln und täuscht einen Selbstmord Philippes vor. Mithilfe eines gefälschten Testaments will er an das Geld von Philippes Vater kommen.
Außerdem hat er inzwischen Marge als Freundin gewonnen.
Als alles perfekt zu sein scheint und er das Philippes Boot verkaufen will, hat sich an einem Seil unter dem Boot der verweste Leichnam verfangen. Tom Ripley wird als Mörder entlarvt.
Romy und Alain während ihrer Verlobungszeit:
Die 22-jährige Romy Schneider ist in „Nur die Sonne war Zeuge“ mit nur einem Auftritt in einer Nebenrolle als Begleiterin Freddies zu sehen.
Die Dreharbeiten finden zwischen Anfang August und Ende Oktober auf Ischia statt.
Romy Schneider und Alain Delon hatten sich im März des Jahres 1959 vorher offiziell verlobt.
Acht Jahre später steht sie mit Alain Delon im „Der Swimminpool“ wieder vor der Kamera.