Monpti

Romanze mit Horst Buchholz

Die deutsche Literaturverfilmung „Monpti“, mit Romy Schneider und Horst Buchholz in den Hauptrollen, wurde am 12. September 1957 in der Lichtburg in Essen uraufgeführt. Regie führte Helmut Käutner.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Deutscher Titel: Monpti
  • Originaltitel: Monpti
  • Produktionsland: Deutschland
  • Originalsprache: Deutsch
  • Erscheinungsjahr: 1957
  • Länge: 96 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 16
  • Regie: Helmut Käutner

Besetzung:

  • Romy Schneider: Anne-Claire
  • Horst Buchholz: Monpti
  • Mara Lane: Nadine
  • Boy Gobert: Monpti II
  • Olive Moorefield: Zaza
  • Bum Krüger: Herr von Nr. 17
  • Iska Geri: Frau von Nr. 17
  • Bobby Todd: Fliegenäugiger
  • Joseph Offenbach: Redaktionssekretär
  • Helmut Käutner: ErzählerWillibald Eser: Bekannter von Monpti II

Paris – die Stadt der Liebe

Die Liebesgeschichte „Monpti“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gábor von Vaszary, der von 1924 bis 1932 in Paris lebte und auch am Drehbuch mitgearbeitet hat. Es ist das Erstlingswerk von Vaszary, einem ungarisch-schweizerischen Schriftsteller und Drehbuchautor. Ihm folgten eine Reihe weiterer Bücher, die vom Leben im Paris der 50er Jahre inspiriert waren.

Lügen aus lauter Liebe

Die 17-jährige Näherin Anne-Claire (Romy Schneider) lernt im Pariser Jardin du Luxembourg einen jungen, mittellosen Künstler kennen. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in den charmanten Ungarn, den sie zärtlich Monpti (Horst Buchholz) nennt, was soviel bedeutet wie „mein Kleiner“.

Doch die junge Frau begeht einen folgenschweren Fehler: Um ihn für sich zu gewinnen, verschweigt sie ihre wahre Herkunft und gibt vor, aus einem wohlhabenden Elternhaus zu stammen.

Das Paar ist voller Träume und genießt die gemeinsame Zeit. Als Anne-Claire jedoch beginnt, Zukunftspläne zu schmieden, reagiert ihr Geliebter mit Zurückhaltung. Der junge Mann ist noch nicht bereit, sein unstetes Leben aufzugeben und sich fest zu binden.

Folgenschwerer Schwindel

Eines Abends fliegt Anne-Claires Schwindel auf. Monpti entdeckt, dass sie ihn belogen hat und reagiert sehr verärgert. Sie sucht die Aussprache, wobei es auf offener Straße zu einem heftigen Streit kommt.

Dieser eskaliert und er schlägt Anne-Claire schließlich. Daraufhin steigt er in ein Taxi und fährt davon. Sie läuft ihm nach, wird dabei von einem Auto überfahren und schwer verletzt.

Als ihre Geliebter sie im Krankenhaus besucht, bereut er sein Verhalten zutiefst. Er erkennt seine tiefe Liebe zu Anne-Claire und verspricht, sie zu heiraten. Doch dazu kommt es nicht. Bei seinem nächsten Besuch findet er ein leeres Krankenbett vor: Seine Geliebte ist tot.

Parallel erzählt der Film die Geschichte eines zweiten Paares, dessen Beziehung jedoch im Gegensatz zu der von Monpti und Anne-Claire von Beginn an schwierig und unglücklich ist.

Ein deutsches Traumpaar

Nicht zuletzt aufgrund der beiden beliebten Hauptdarsteller, Romy Schneider und Horst Buchholz, die bereits kurz zuvor gemeinsam das Drama „Robinson soll nicht sterben“ gedreht hatten, wurde „Monpti“ ein großer Publikumserfolg.

Helmut Käutner, einem der damals einflussreichsten Regisseure des deutschen Kinos, gelingt es, in dem Film die Höhen und Tiefen des Seelenlebens eindrucksvoll abzubilden.

Auch die Erzählperspektive ist ungewöhnlich: Das Geschehen um Anne-Claire und ihre Liebe wird von einem älteren Bistro-Besucher beobachtet und dem Publikum aus dessen Wahrnehmung heraus vermittelt. Diesen verkörpert Helmut Käutner selbst.

Der für damalige Verhältnisse recht anzügliche Film wurde seinerzeit als „nicht jugendfrei“ eingestuft.

Gedreht wurde in

  • den Bavaria Filmstudios,
  • Geiselgasteig,
  • Grünwald sowie in
  • Paris.

Der Film wurde auch im Ausland ein großer Erfolg. 1957 lief er in Schweden an, ein Jahr später in Dänemark und Finnland. Es folgte die US-amerikanische Premiere 1959 sowie die weitere Verbreitung in Argentinien, Frankreich, der Türkei, Griechenland und Italien.

Eine Antwort auf Monpti

  1. Klaus sagt:

    Entschuldigung, ich empfinde die Dialoge des Film einfach nur als dumm und kindisch. Eine Zumutung.

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