Wolf Albach-Retty

Sproß einer Schauspieler Dynastie und häufig abwesend

Wolf Albach-Retty, der Vater Romy Schneiders, kommt am 28. Mai 1906 in Wien als Wolfgang Helmuth Walter Albach zur Welt. Er stirbt in Wien an den Folgen eines zweiten Herzinfarkts am 21. Februar 1967. Er stammt aus begütertem Elternhaus, seine Mutter ist die Hofschauspielerin Rosa Albach-Retty, sein Vater der K.u.K.-Offizier Karl Walter Albach.

Albach–Retty erhält eine profunde Schauspiel-Ausbildung an der „Akademie für Musik und darstellende Kunst“. Erst 20-jährig darf er in seiner ersten Rolle am Wiener Burgtheater auftreten. Daneben strebt der ehrgeizige Schauspieler eine Karriere beim Film an. Er spielt 1927 in einem Stummfilm namens „Das grobe Hemd“.

1937 heiratet Wolf Albach-Retty Magda Schneider. Mit ihr hat er neben Romy noch einen Sohn, den 1941 geborenen Wolf-Dieter.

Mitglied der NSDAP und „zur Schauspielerei auserkoren“

Unter der Naziherrschaft verlegt er sich auf das Genre von Liebes- und Musikfilmen. 1940 tritt er der NSDAP bei, zwei Jahre nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wird. 1944 findet sich sein Name auf der von Goebbels „Gottbegnadeten-Liste“, einer Zusammenstellung des „Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda“ und Hitler.

Auf der Liste werden die wichtigsten Künstler – vor allem Schauspieler und Filmschaffende – des NS-Regimes aufgezählt, die im Gegensatz zu sogenannten verfemten Künstlern vom Kriegsdienst freigestellt werden und hauptsächlich in Propaganda-Filmen auftreten.

Nach 1945 wird es in der Filmlandschaft still um Wolf Albach-Retty, er kann nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Allerdings ist er in großen Rollen am Wiener Burgtheater vertreten, z.B. in „Anatol“ von Arthur Schnitzler.

Zweite Ehe mit Trude Marlen

Nach der Trennung von Magda Schneider heiratet Albach-Retty ein zweites Mal, die Schauspielerin Trude Marlen.

Für seine Tochter Romy ist er kein guter Vater. Er ist ständig abwesend und wird von Romy zu ihrem geliebten „Papili“ hochstilisiert. Schneider äußert sich über die Beziehung zu ihrem Vater: „Mein wirklicher Vater war wirklich kein Vater. Leider. Heute meine ich aber, er ist zu früh gestorben. Vielleicht wäre er später mehr ein Vater für mich gewesen, als ich ihn brauchte.“

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