David Christopher Haubenstock

Romy in einer neuen Rolle

David-Christopher, Romy Schneiders Sohn, kommt am 2. Dezember 1966 zur Welt.

Romy hat sich riesig auf ihr Kind gefreut und genießt ihr Mutterdasein in vollen Zügen. Von ihrer eigenen Mutter schon in den ersten Lebensmonaten allein gelassen, will sie die schmerzlich vermisste Nestwärme ihrem ersten Kind nicht verwehren. Daher konzentriert sie sich voll auf die Mutterrolle und erwägt sogar, ihre Karriere zugunsten der Familien zu beenden.

Auf Dauer reicht es Romy jedoch nicht aus, nur noch ein Ehefrau – und Mutterdasein zu führen. Sie spürt, dass sie nach einer gewissen Zeit vor lauter Anpassung an ein hehres Ideal, das ihrem innersten Wesen nicht entspricht, ihr wahres Ich mehr und mehr unterdrückt.

Beruflicher Wiedereinstieg in London

Da Harry Meyen berufliche Probleme hat, beginnt Romy mit einem beruflichen Wiedereinstieg und dreht 1968 den Film  „Otley“.

Romy Schneiders Sohn David begleitet seine Mutter gemeinsam mit seinen Vater an das Filmset in London. Romy genießt die Nähe zu ihrem Sohn, auch wenn sie wenig Zeit während der Dreharbeiten für ihn aufbringen kann. Es ist der Versuch, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bringen.

Wiederholung ihrer eigenen Geschichte

Der Versuch ist zum Scheitern verurteilt und die Ehe wird geschieden –  Schuldgefühle belasten Romy Schneider wegen Sohn David. Sie kann ihm keine richtige Familie bieten und er muss künftig ohne Vater aufwachsen.

Romy sagt: „Man hat keine Ahnung davon, wie ein kleiner Junge von zehn Jahren den moralischen Mangel des Vaters büßen kann. David hängte sich an mich, weinte ganz verstört. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, fühlte mich schuldig, ihm nichts als meine Anwesenheit bieten zu können.“

Seinen leiblichen Vater Harry Meyen sieht er nur noch wenige Male im Jahr, entweder auf Besuch in Hamburg oder in Paris. Beide entfremden sich zunehmend.

Ersatzvater und Manager für den Alltag – Daniel Biasini

Romys Sekretär Daniel Biasini ist eigentlich dafür verantwortlich, sich um die Organisation von Romys Privatleben zu kümmern. Aber bei dieser Tätigkeit wird er für Romy Schneiders Sohn schnell zu einem „Ersatzvater“.

Daniel Biasini kümmert sich darum, dass der mittlerweile sechsjährige David, der bis dahin nur von einem deutschsprachigen Kindermädchen betreut wurde, Französisch lernt. Er wählt die zweisprachige Ganztagsschule „cole Bilingue Parc Monceau für Romy Schneiders Sohn aus.

David lernt in kürzester Zeit, perfekt französisch zu sprechen. Und Daniel Biasini erinnert sich: „David und meine Eltern – das war eine Liebe auf den ersten Blick. Meine Eltern vergötterten den Jungen und erfüllten ihm jeden Wunsch, wie richtige Großeltern.“

Scheitern am Alltag und tragischer Unfall

Romy Schneider und Biasini heiraten schließlich, doch als diese Verbindung auch scheitert, weigert sich David standhaft, Romys neuen Freund Laurent Pétin zu akzeptieren und mit ihm unter einem Dach zu leben. Eine große Belastungsprobe für Romy und ihren Sohn. David zieht es stattdessen vor, bei seinem Stiefvater Daniel zu wohnen, der zu einer festen Bezugsperson für ihn geworden ist.

Als er seine Sommerferien im Haus der Biasinis in der Rue de Lorraine in Saint-Germain-en-Laye verbringt, ereignet sich ein tragisches Unglück, das weltweit Bestürzung auslöst: Bei dem Versuch, über einen Zaun auf das Grundstück der Eltern von Daniel Biasini zu klettern, verliert Romy Schneiders Sohn das Gleichgewicht und wird von einer Metallspitze aufgespießt. David stirbt mit 14 Jahren am 5. Juli 1981.

Die Schauspielerin verzweifelt an diesem Verlust und stirbt ein knappes Jahr später am 29. Mai 1982.

2 Antworten auf David Christopher Haubenstock

  1. Andy Kraftzick sagt:

    Das schlimmste was es hibt sein limf zu Grabe zu tragen.
    Das Romy an gebrochenen Herzen starb ist offensichtlich.

  2. Lana del ray sagt:

    Es tut weh sein Kind zu verlieren und das mit Romy Schneider ist eine rührende und sehr traurige Geschichte ich musste weinen als ich erfuhr das sie und ihr Sohn tod sind!

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